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Auf den Punkt genagelt

Samstag, den 15. März 2008

Von Annette Gast-Prior

Simon ist ein ruhiger Typ, aber am Schlagzeug legt der 15-Jährige richtig los. Lehrer Thomas Zimmermann staunt über seine Entwicklung.Foto: Annette Gast-Prior

Bad friedrichshall – Schlagzeuglehrer Thomas Zimmermann aus Grombach kommt oft über seinen Schüler Simon Protzer aus Bad Friedrichshall ins Staunen, momentan auch ins Schwärmen. Wenn Simon am heutigen Samstag auf der Hauptbühne der Frankfurter Musikmesse zeigt, was er am Schlagzeug draufhat, steht einer seiner größten Fans im Publikum: Zimmermann. „Keine Lust“ von Rammstein hat Simon für seine Demo-CD eingespielt und, das weiß er noch genau, am 8. Februar geschickt. Mittlerweile liegt die Einladung zum Drumheads Playalong Contest auf dem Tisch. An sich ein Erfolg, denn in Frankfurt trifft sich die Fachwelt.

Bauchgefühl Zimmermann ist stolz: „Wenn sie diesmal nicht anrufen, dann haben sie’s nicht gehört“, hatte er prophezeit. Schon beim ersten Hören der Aufnahme, die im Pro- Drumm-Unterrichtsstudio in Grombach entstand, war der Lehrer begeistert: „Das war auf den Punkt genagelt, mit Groove, Swing und Bauchgefühl.“ Lächelnd, die Ruhe selbst, hört Simon zu. Kritisch: „Beim Spielen denkt man immer: gut.“ Wenn sich das beim Hören bestätige, umso besser, sagt der Friedrichshaller.

Musik-Keller Simon geht in die letzte Realschulklasse und wird im Herbst eine Groß- und Einzelhandelsausbildung beginnen. Sein Vater Manfred Protzer, selbst begeisterter Hobby-Drummer, erzählt, dass sich Simon schon mit zwei Jahren von den Instrumenten im häuslichen Musik-Keller angezogen fühlte. Das hat nicht mehr aufgehört, auch wenn nicht mehr morgens um halb sieben die Basstrommel die Familie weckt.

Mit fünf begann Simon seine Ausbildung bei bei seinem Lehrer Thomas Zimmermann, damals noch an der Musikschule Unterland. Später ist er mit ihm nach Grombach gewechselt. Ein Naturtalent? Sicher einer, der Rhythmus im Blut hat. Schon früh hat Zimmermann mit seinem Schüler Simon komplizierte Figuren geübt, „die eigentlich erst Ältere können“. Der Gemeinte zuckt mit den Schultern. Er will herausgefordert werden – und übt dann eben, bis er´s kann.

Simon ist ein Ruhiger, bestätigt sein Vater, beileibe kein junger Wilder. Seine Musikvorlieben sind für sein Alter eher untypisch, vor allem Rockklassiker fallen ihm zur Frage nach seinen Vorbildern ein: Der Deep-Purple-Drummer Ian Paice gehört dazu. Seinem Auftritt am heutigen Samstag sieht er gelassen entgegen, er hat sein Lampenfieber im Griff.

Als Simon die Kopfhörer aufsetzt und zur Mitspiel-CD loslegt, ist klar, dass er auch sein Stück beherrscht: Hoch konzentriert wechselt er Rhythmen und Dynamik, nach dem letzten Schlag erlaubt er sich ein Grinsen. Ganz lässig. Die Noten nimmt er am Samstag nur nach Frankfurt mit, falls ihn wider Erwarten etwas aus dem Konzept bringen sollte.

Applaus ermittelt Sieger Für diverse Musikprogamme aus dem Internet, für die sich viele Jugendliche begeistern, hat Simon nicht viel übrig. Lieber kommuniziert er an seinem Schlagzeug mit seinem Lehrer Zimmermann oder mit seinen Band-Kollegen von Bad Taste oder Toxxin. Oder eben mit dem Publikum, das in Frankfurt mit seinem Applaus den Sieger ermittelt.

Quelle: Stimme.de

Einfach in Feierlaune

Mittwoch, den 19. Dezember 2007

Was diese drei Jungs wohl mit der Gage machen? Von links: Uwe Engisch von Crazy Zoo; Oliver Pfleger, Spaßfraktion, und Jens Kinner, Licksalt.Foto: Sebastian Hoffmann

Am Samstag, 22. Dezember, steigt in Rappenau das große Rockkonzert X-mas rockt. Die Organisatoren rechnen mit 2000 Besuchern – so vielen wie noch nie zuvor. Was haben die 17 Bands für Erwartungen? Sebastian Hoffmann im Gespräch mit Sven Körner, 28, von Scheinfrei?, Oliver Pfleger, 24, von der Spaßfraktion, Uwe Engisch, 42, von der Coverband Crazy Zoo, und Jens Kinner, 17, von Licksalt.

Was diese drei Jungs wohl mit der Gage machen? Von links: Uwe Engisch von Crazy Zoo; Oliver Pfleger, Spaßfraktion, und Jens Kinner, Licksalt.Foto: Sebastian Hoffmann

Seid Ihr schon nervös?

Sven Körner:
Vor großen Gigs ist man immer nervös. Das ist normal. Oli Pfleger: Vor dem Auftritt ist ein Bier sicher förderlich.

Uwe Engisch:
Es kann eigentlich nur gut werden.

Welche Atmosphäre erwartet Ihr?

Uwe: Pogo, Tanzen, Hüpfen, Mitsingen. Alle Leute, die kommen, haben richtig Bock auf Musik.

Oli: Wir wollen richtig rocken, und die Leute werden wild abgehen. Da ist die Hölle los. Ich wünsche mir, dass unsere Lieder mitgesungen werden. Das ist das geilste Gefühl, wenn man auf der Bühne steht. Jens Kinner: Es werden richtig abgedrehte Leute da sein. Und viele Mädels wegen Scheinfrei. (lacht)

Ist X-mas rockt für Euch der Höhepunkt in diesem Jahr?

Oli: Klar, vor so vielen Leuten spielt man eigentlich nie, außer man ist Coverband. (schaut zu Uwe, grinst)

Uwe: Es ist nicht ein Konzert, wie jedes andere, weil viele Leute da sind. Außerdem spiele ich zum ersten Mal mit meinem Sohn auf einem Konzert. Darauf bin ich besonders stolz. Jens: Wir spielen zum ersten Mal bei X-mas rockt, wollen neue Zuhörer gewinnen und einfach unsere Musik verkörpern.

Was heißt das?

Jens: Die Köpfe drehen sich.

Wie sind die Chancen bei X-Mas, sich einen Namen zu erspielen?

Jens: Wenn man zu einer guten Zeit spielt, sind die Chancen gut. Oli: Ich denke, dass viele Leute zum ersten Mal bei X-mas rockt sind. Das kann den Bekanntheitsgrad nur steigern. Wenn man aber mit dem Gedanken auf die Bühne geht, wir müssen extra gut sein, weil da unten vielleicht jemand steht, der uns entdeckt, ist das der falsche Weg.

Habt Ihr eine Bühnenshow vorbereitet, oder macht Ihr alles spontan?

Sven: Eine Bühnenshow macht auf jeden Fall Sinn. Bei X-mas rockt wissen wir, welche Möglichkeiten es vom Licht her gibt. Außerdem ist eine Freundin von uns Beraterin in Sachen Bühnenoutfit. Wenn jeder das anzieht, worauf er Lust hat, kann das aussehen wie Kraut und Rüben. Oli: Bei uns wird das alles spontan ablaufen.

Was ist das Besondere daran, so kurz vor Weihnachten aufzutreten?

Uwe: Die Leute sind so kurz vor Weihnachten einfach in Feierlaune. Oli: Und quasi schon im Urlaub.

Wie gefällt Euch das Konzept von X-mas rockt?

Sven: Mit lokalen Bands eine große Rockveranstaltung aufzuziehen, ist genial. Uwe: Ich habe Respekt vor den Organisatoren, die die Arbeit machen. So haben junge Bands die Chance, in so einem Rahmen zu spielen.

Jens: Das Konzert beginnt um 15 Uhr, dadurch können mehr Bands spielen. Aber für unseren Musikstil ist das zu früh. Wir spielen um 16 Uhr, das finde ich nicht so toll.

Wie kann man X-Mas rockt Eurer Meinung nach noch verbessern?

Oli: Bei so vielen Bands dröhnen mir irgendwann die Ohren. (lacht)

Sven: Um es noch professioneller zu machen, bräuchte man schon einige Tausend Euro mehr Budget.

Was macht Ihr mit Eurer Gage des Abends?

Jens: Ich hoffe, wir können mit dem Geld ins Studio gehen, uns eine Aufnahme leisten.

Vergleich Ihr Euch beim Konzert untereinander?

Sven:
Ein kleiner Wettbewerb ist das schon. Das ist nicht verkehrt.

Als Zuhörer fragt man sich immer: Was machen die Jungs eigentlich die ganze Zeit im Backstageraum? Was macht Ihr?

Oli: Absolut gar nichts. Sven: Ich habe gerne meine Ruhe, ziehe mich in eine Ecke zurück und mache die Augen zu.
Die 17 Bands, die beim Konzert „X-Mas rockt“ in der Bad Rappenauer Mühltalhalle auftreten werden, kommen allesamt aus der näheren Umgebung. Es sind: Abi 68, Bad Karma, Bad Taste, Crazy Zoo, Die Spaßfraktion, Faschd ä Bänd, Float, John Sukkubus Bitch, Licksalt, Lock & Gurr, Mental Home, Notausgäng, Rassel Crew, Rückenwind, Scheinfrei?, Schnitzel mit Brot 5,80, The Prophecy 23. „X-Mas rockt“ beginnt am Samstag, 22. Dezember, um 15 Uhr und geht bis tief in die Nacht. Die Bands spielen jeweils zwischen 20 und 50 Minuten lang, auf zwei Bühnen. Der Eintritt an der Abendkasse zehn Euro. Vorverkaufkarten für sieben Euro gibt es direkt über die Bands, aber auch über andere Stellen, die in Kürze auf x-mas-rockt.de zu finden sind. Zum Warmwerden findet für alle X-Mas-rockt-Fans in der Bad Wimpfener Kelter am Mittwoch, 31. Oktober, ab 19 Uhr eine Halloween-Party statt. Der Eintritt kostet fünf Euro.

www.x-mas-rockt.de

Quelle: Stimme.de

Laute Klänge und viel Improvisation

Montag, den 17. Dezember 2007

Von Patrycja Przybilla

Heilbronn – Sie sind jung, machen Musik und wollen sich darin weiter- entwickeln. Mitgebracht haben 31 Jugendliche am Samstag die E- oder Bass-Gitarre, das Schlagzeug, das Keyboard oder ihre Stimme. Die 13- bis 20-Jährigen sind Teilnehmer am Musiker-Workshop im Olga-Jugendzentrum, den Headbangcity organisiert hat.

Heilbronn – Sie sind jung, machen Musik und wollen sich darin weiter- entwickeln. Mitgebracht haben 31 Jugendliche am Samstag die E- oder Bass-Gitarre, das Schlagzeug, das Keyboard oder ihre Stimme. Die 13- bis 20-Jährigen sind Teilnehmer am Musiker-Workshop im Olga-Jugendzentrum, den Headbangcity organisiert hat.

In sechs Gruppen sind sie aufgeteilt, nach verschiedenen Instrumenten, oder bei den E-Gitarren auch nach der Musikrichtung Metal und Rock. Den ganzen Tag wird improvisiert, werden neue Techniken gelernt und Hinweise ausgetauscht. „Keinen Sprudel trinken vor dem Auftritt, sonst muss man rülpsen“, diesen Tipp hat Theresa Horn (18) neben Stimmübungen und Informationen zur Mikrophontechnik aus dem Gesang-Workshop mitgenommen.

Dozent Martin Renner von der A-cappella-Gruppe „MundArtmonika“ will, dass die fünf Jungen und Mädchen ihre Stimme kennen lernen, deshalb lässt er auch alle einzeln vorsingen, ohne Zuschauer. Aus dem Karaoke-Programm hat sich Chris Müller (17) das Lied „Aerials“ von System of a down ausgesucht. „Mit den Tönen passt es noch nicht, aber ich kann sehr klar singen“, sagt der Sänger der Gruppe Zonkknoz über sein Feedback. Sehr laut wird es bei den E-Gitarristen. Nach dem Mittagessen spielen die sechs Jungs spontan Metal-Klänge rauf und runter.

Im zweiten Stock haben die drei Bassisten David Bauer, Sascha Krez und Rick Söhner mit Sebastian Kurowski Ausschnitte aus Liedern, Timing, Rhythmus und Improvisation geübt. „Sie haben alle richtig schnell dazugelernt, das werden mal richtig gute Bassisten“, findet Sebastian Kurowski von der Band Psyrim.

Leiter Alexander Hesse probiert im Keller mit sieben Drummern verschiedene Taktarten aus und gibt ihnen die Möglichkeit zum freien Spiel. „Es macht Spaß, mit so vielen anderen Schlagzeugern zu spielen“, sagt Chris Böhm (16). Der einzige Teilnehmer mit Keyboard, Arno Schneider aus Tamm, hat eine besonders intensive Förderung von Dozent Marcus Herrhofer erfahren. „Ich habe viel Neues gelernt, zum Beispiel über Bühnenpräsenz oder wie man Effekte einsetzt“, erzählt der 16-Jährige. Viele Tipps für den Bandalltag, wie: „Einen Proberaum findet ihr im Keller einer Firma oder im Jugendhaus; macht gute Aufnahmen von eueren Tapes; achtet auf die Ohren“ hat Johannes Klopprogge von der Band „The provecy 23“ der gesamten Gruppe durch einen Vortrag mit auf den Weg gegeben.

Mit dem Auftritt der Nachwuchsgruppe Bad Taste im Anschluss an das Programm hat Headbangcity die jungen Musiker überrascht.

Headbangcity ist ein gemeinnütziger Verein, bestehend aus sieben Mitgliedern, die regionale Nachwuchsbands beispielsweise durch Konzertorganisation unterstützen.

Quelle: Stimme.de

Zwei Bands lassen es krachen

Freitag, den 26. Oktober 2007

Von Rudolf Landauer

Die Rocknacht in Höchstberg mit den Bands Bad Taste und Rock’s Off ist bei den Zuschauern gut angekommen.Foto: Rudolf Landauer

Gundelsheim – Musik spielt im Gundelsheimer Ortsteil Höchstberg eine wichtige Rolle. In der TSV-Halle traten vergangenen Dienstag die Nachwuchsband Bad Taste und die Rock-Urgesteine des Unterlands Rock’s Off auf. Eine Oldie-Night erwartet die Besucher dann am morgigen Samstag.

Zwischen 15 und 18 Jahren sind die Musiker von Bad Taste, die sich in den zwei Jahren seit ihrer Gründung ein erstaunliches Repertoire zulegten. Das tragen sie mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft vor. Bad Taste spielt Cover-Rock, der von Black Sabbath über Bon Jovi bis zu Nirvana reicht. Angesichts der Songs mag man sich fragen, warum sich die Jungen eigentlich diesen Bandnamen zulegten. Schlechten Geschmack legen sie nicht an den Tag. Die Musik, die sie vortragen, ist schlichtweg gute Rockmusik. Bassist Fabian Kappes ist Höchstberger und seine ganze Familie ist im TSV aktiv. Mutter und Vater Kappes saßen an der Abendkasse, und Schwester Marisa hatte die Rocknacht zusammen mit einem Gremium der Jugendabteilung des TSV organisiert.

Musikalische Erbmasse ist wohl bei Simon Protzer vorhanden. Sein Vater Manfred Protzer ist bei Rock’s Off einer der besten Schlagzeuger in der Region. Er leitet die Nachwuchsband an – und das ist spürbar. Als Rock’s Off gegen 22 Uhr die Bühne besetzte, drückte im Foyer Michael Mosthaf auf den Einlasszähler, der ihm 395 anzeigte. „Ich hoffe, dass es noch einige mehr werden“, meinte er.

Es zeigte sich, dass die Band zu den besten der Region zählt. Es sieht und hört sich professionell an, was Alexander Leber, Hartmut Rothweiler, Thorsten Markart, Matthias Wenzl, Manfred Protzer und die Sänger Christina Koslowski und Uwe Johann auf der Bühne von sich geben. Von Kostümpartys, Casting-Shows und Playback-Heros hält Rock’s Off offensichtlich nichts.

In der TSV-Halle in Höchstberg kamen die Besucher bei Liedern von Evanesence über Red Hot Chilli Peppers, Iron Maiden und Bon Jovi voll auf ihre Kosten.

Quelle: Stimme.de


Kleiner Stadtteil feiert ganz groß

Sonntag, den 29. Juli 2007

Von Patrick Hilpisch und Roman Holland


Auf der Bühne des Elsenzer Seefests (von links): Gerd Hockenberger, Freiwillige Feuerwehr Elsenz, Nadine Benz, die an der Strandbar bedient, Siegfried Hauck, erster Vorsitzender des Heimatvereins Elsenz, Ortsvorsteherin Melanie Veith und Klaus Benz vom Schützenverein Elsenz. (Foto: Patrick Hilpisch)

Einen einmaligen malerischen Blick können alle Besucher der Elsenzer Seetage heute abend ein letztes Mal genießen. Denn eigens für die dreitägige Veranstaltung, die bereits am Freitagabend begonnen hat, wurden die beiden Kirchen im kleinen Eppinger Stadtteil mit Strahlern beleuchtet. Organisatorin und Ortsvosteherin Melanie Veith: „Dass die Kirchen der beiden Konfessionen in Elsenz direkt nebeneinander stehen, ist schon eine Besonderheit. Und der Blick vom Seegelände auf die beleuchteten Gebäude ist wirklich ein wunderschön.“

Doch nicht nur die Aussicht beim Seefest verspricht so einiges. Zusammen mit dem Ortschaftsrat, der Kirche, den Kindergärten, Schulen und 16 Vereinen hat Melanie Veith ein ansehnliches Programm und Angebot auf die Beine gestellt. Stand der Freitag mit Auftritten der Rockbands Bad Taste, Rocks Off und Zap Gang noch im Zeichen der Jugend, so gab es am Samstag mit der Bajazzo Bigband, einer Wasserlichtshow der Elsenzer Feuerwehr und einem Kleinfeuerwerk Unterhaltung für Groß und Klein.

Das dreitägige Fest am See ist eine der vielen Veranstaltungen im Rahmen der Baden-Württembergischen Heimattage, die dieses Jahr in Eppingen stattfinden. „Manfred Staub, der die Heimattage in Eppingen organisiert, ist vor über einem Jahr an die einzelnen Eppinger Ortsteile herangetreten und hat gefragt, was dort unternommen werden kann“, erzählt die Ortsvorsteherin. Da lag es nahe, das Flair des traditionellen Treffpunkts Elsenzer See zu nutzen und dort ein Fest zu organisieren, so die 27-Jährige weiter.

Mit gut 300 ehrenamtlichen Helfern wurde die Veranstaltung dann in Angriff genommen. „Es ist schön, zu sehen, wie sich jetzt alles zusammenfügt“, sagte Organisatorin Melanie Veith kurz vor Beginn des ersten Konzerts am Freitagabend. Denn vor allem in der letzten Woche vor Festbeginn sei es schon ziemlich stressig gewesen. „Ich bin die ganze Zeit mit Zettel und Stift herumgelaufen, damit ich auch wirklich an alles denke.“ Letztendlich habe dann doch alles geklappt, und jetzt müsse nur noch das Wetter mitspielen.

Heute beginnt das Elsenzer Seefest um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Nach dem Mittagessen – die Vereine bieten eine Reihe kulinarischer Genüsse an – tritt der Kinderchor „Regenbogen Kids“ auf. Kindergarten und Schulen bieten heute Nachmittag ein Kinderprogramm, und zum Festausklang spielt der Musikverein Unterhaltungsmusik für Jung und Alt.

Quelle: Stimme.de

Jugend organisiert rockige Nacht

Donnerstag, den 5. Oktober 2006

Von Rudolf Landauer

Um 21 Uhr waren gerade mal 40 Rockfans in der TSV Halle, um die Höchstberger Rocknacht zu erleben. Die Jugendleiterin des TSV, Marisa Kappes, seufzte zu dem Zeitpunkt: „Hoffentlich kommen noch einige Leute.“ Ihre Sorgen waren unbegründet.

Als Vorgruppe von Rock’s Off gab die Band Bad Taste gekonnt eine rockige Visitenkarte in der TSV Halle ab. Von Pascal Herrmann, Simon Protzer, Nico Schöpper und Fabian Kappes wird sicher noch mehr zu hören sein. (Foto: Landauer)

Von Rudolf Landauer

Um 23 Uhr waren es so viele, dass die Veranstalter die Tore dicht machen mussten, denn es gibt Vorschriften und Auflagen, die es einzuhalten gilt. „Das ist ein absoluter Rekord und natürlich super für uns“, strahlte jetzt die neu ins Amt gewählte Jugendleiterin des TSV.

Für sie war die Rocknacht eine Premiere, die besonders gut gelang. Marisa Kappes führt dies auf eine perfekte Teamleistung zurück, denn sie weiß eine starke Mannschaft um sich. Im Jugendgremium arbeitet Marisa Kappes als Gesamtjugendleiterin mit den Jugendleitern Philipp Mosthaf, Kathrin Prochaska, Marion Kühner, Anke Kühne, Sandra Gehrig, German Weber und Kornelia Zieminsky zusammen.

Das achtköpfige Team trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen. Zu ihren Aufgaben zählen sie die Organisation und Durchführung von Jugendwinterfeiern, Jugendausflügen und die altbekannte Rocknacht. Die startete diesmal mit der Newcomer-Band Bad Taste. Die vier Jungs hatten als Vorgruppe die Aufgabe, die Temperatur in der TSV-Halle zu steigern und das machten sie prima. Pascal Herrmann ist 16, Simon Protzer 14, Nico Schöpper 16 und Fabian Kappes 18. Das Rock-Quartett hat sich bereits ein beachtliches Repertoire zugelegt. Cover-Rock von Black Sabbath über Bon Jovi bis zu Nirvana, Titel der Ärzte, Greenday, Bryan Adams und Blur spielen sie auf der Bühne.

Rockfan Jens meinte: „War halt schade, dass zu Beginn noch nicht so viele Leute da waren, aber das ist halt so, wenn man Vorgruppe ist.“

Die Band Rock’s Off benötigt eigentlich keine Vorstellung mehr. Grundsolider Rock, handwerklich und musikalisch von Könnern interpretiert, zeichnet die Coverrock-Band aus dem Raum Heilbronn aus. Seit fast 20 Jahren sind die erfolgreich agierenden Musiker musikalisch unterwegs und haben eine treue Fangemeinde.

Beim Schefflenztal Oper Air waren sie von Anfang an dabei. Rockklassiker der 70er-, 80er-, 90er-Jahre sowie ganz aktuelle Titel geben sie authentisch und auch mit eigener Prägung überzeugend wider. Die Musik von AC/DC, Bon Jovi, Queen, Whitesnake, Journey, Loverboy, Tokyo und Balance spricht Rockfreunde an und füllt Hallen. So wie am Montag in Höchstberg, als es deswegen bei der TSV Jugend lauter strahlende Gesichter gab.

Quelle: Stimme.de

Grillfeste gibt es zu viele

Freitag, den 21. Juli 2006

Von Andreas Waidler

Zum Abschluss der alljährlichen Sportwoche des SV Bonfeld stand in diesem Jahr eine Besonderheit auf dem Plan: Die normalerweise in der Halle stattfindende Rocknacht wurde zum Open-Air-Konzert. Drei Bands brachten Stimmung aufs Sportgelände.

Von Andreas Waidler

„Jeder Verein muss Veranstaltungen machen, um finanziell überleben zu können“, meinte Franz Koroknay. „Grillfeste gibt es zu viele, also machen wir eben etwas Kulturelles.“ Für die Organisatoren um Koroknay steht die Zusammengehörigkeit und der Spaß im Vordergrund: „Mit Sport ist ab einem bestimmten Alter schluss. Wir wollen trotzdem etwas gemeinsam unternehmen. Wir haben Spaß an der Organisation.“ Und so bringen sie drei Bands aufs Sportgelände. Auf dem Programm stehen: Bad Taste, Zen Club und als besonderer Leckerbissen Rock’s Off.

Es ist früh am Abend. Noch halten sich die Besucherzahlen in Grenzen, während die Jungs von Bad Taste Rock- und Punkklassiker zum Besten geben. Besucher aller Alterklassen lauschen den Songs eher zurückhaltend.

Die Band ist trotzdem zufrieden: „Wir sind froh, überhaupt spielen zu können“, erzählt Sänger und Gitarrist Nico Schöpper. „Unsere Auftritte verdanken wir Rock’s Off“, betont der 15-Jährige. Die Jungs sind öfter als Vorgruppe für Rock’s Off unterwegs – teilen mit ihnen sogar den Proberaum. Mehr als einmal pro Woche proben gehe aber aus zeitlichen Gründen nicht. Deshalb bleiben die Jugendlichen bescheiden: „Wir werden weiterspielen, auch wenn wir nicht so viel erreichen“, meint Bassist Fabian Kappes.

Fans haben die vier Nachwuchsmusiker trotzdem schon. Jens Engler versucht, auf jedem Konzert dabei zu sein: Nur eines habe er bislang verpasst. In Bonfeld fehlt dem 15-Jährigen allerdings die gute Stimmung und der Flair. Für Bad Taste wünscht er sich, dass diese in Zukunft öfter im Kreis Heilbronn auftreten können. Ähnlich sehen es die weiblichen Fans: „Die Veranstaltung ist gut, aber uns fehlt klar die Stimmung“, meint Janine Dollmann.

Für die Formation Zen Club kommt es hingegen nicht auf die Stimmung an. „Es macht immer Spaß zu spielen. Wir machen Musik für uns“, erzählt Frontman Thomas Haley. Die Jungs spielen eigene Lieder, haben sogar schon eine CD veröffentlicht. „Bei uns kommen Elemente aus verschiedenen musikalischen Richtungen zusammen.“ Zu den Zielen antworten sie zögernd. „Wir machen uns keine Gedanken, was in Zukunft sein wird. Das werden wir sehen“, sagt Bassist Pit Klett.

Immerhin: Rock’s Off schafft es endlich, die Leute vor die Bühne zu holen. Mit Klassikern von Alice Cooper, Metallica, AC/DC und Bon Jovi animieren sie die Besucher zum Mitsingen und Tanzen. Darunter ist Ingrid Gerdnes, die wegen der Band dabei ist. „Die machen super Musik.“ Insgesamt gefällt ihr der SV-Abend – vor allem wegen der Vielseitigkeit.„Echt klasse – so etwas könnte viel öfter sein.“

Quelle: Stimme.de

Musik aus der Region, Sport und Comedy

Montag, den 17. Juli 2006

Von Jens Dierolf

Beim SV Bonfeld steht in Kürze ein weiteres Großereignis an. Im Zuge des 50-jährigen Vereinsjubiläums findet von Montag bis Sonntag, 24. bis 30. Juli, eine Sportwoche mit vielen musikalischen Einlagen statt. Los geht es mit einem täglich wechselnden Sportprogramm. Am Freitag, 28. Juli, kommen gleich drei Bands aus der Region zur Sommer-Rocknacht.

Zen Club spielen überwiegend eigene Stücke: bunt, laut und unbedingt tanzbar. Die Gruppe Bad Taste besteht aus jungen Musikern zwischen 14 und 17 Jahren. Klänge von Black Sabbath, AC/DC und anderen Rockgrößen der 70er- bis 90er-Jahre gehören zu ihrem Repertoire.

Für Rock’s off ist Bonfeld eine Auftrittsstätte mit einer langer Tradition. Toto, Deep Purple, AC/DC oder Bryan Adams waren schon immer breit im Programm der Band vertreten. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt (bei sehr schlechtem Wetter in der Bislandhalle). Eintritt fünf Euro.

Der Auftritt der Rohrbacher Alptraumboys am Samstag, 29. Juli, bildet sowohl den Abschluss der Sportwoche als auch der Festlichkeiten zum Jubiläum des SV Bonfeld. Die musikalische Palette reicht von Volksmusik über Schlager bis hin zu Rockhits der 80er- und 90er-Jahre. Darüber hinaus kommt aber auch die Comedy nicht zu kurz. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Stimme.de

Oldtimertreffen, Live-Musik und Krämermarkt

Donnerstag, den 6. Juli 2006

Von Tanja Capuana

Die Stadt Bad Friedrichshall veranstaltet vom 7. bis zum 9. Juli wieder ihren Kilianimarkt, den neunten in diesem Jahr. Die Organisatoren und Bürgermeister Peter Dolderer kosteten schon mal vom Festbier, Oldtimerbesitzer Gerhard Staudt präsentierte seine kostbaren Fahrzeuge.

Von Tanja Capuana

Vorsichtig schlägt Bürgermeister Peter Dolderer mit einem Holzhammer auf den Zapfhahn des Bierfasses ein. „Ich hoffe, dass ich es nicht verlernt habe“, scherzt er. Der vorzeitige Fassanstich ist gewissermaßen eine Generalprobe der Kilianimarkt-Eröffnung im Juli. Wie jedes Jahr werden Besucher in den Genuss des Kilianibiers kommen, das speziell für den Anlass gebraut wird. „Es ist ein sehr dunkles Bier, sehr süffig und schmeckt sehr gut“, beschreibt der Bürgermeister.

„Der heilige Sankt Kilian steht im Mittelpunkt“, erläutert das Stadtoberhaupt. Die acht Organisatoren hoffen, dass die dreitägige Veranstaltung auch Menschen von außerhalb nach Bad Friedrichshall anziehen wird.

Rund ums Rathaus sind verschiedene Aktionen geplant. Am Eröffnungsabend werden die Gruppen Pain, Toxxin, Bad Taste und Rock’s off auftreten. „Der Freitagabend gehört der Jugend und den Junggebliebenen“, verspricht Dolderer.

Am verkaufsoffenen Sonntag stehen türkische und tamilische Folkloregruppen auf der Bühne. Des Weiteren sollen ein Trödelmarkt sowie Schiffschaukel und Schießstand weitere Menschenmagneten sein.

Gerhard Staudt ist zum Pressegespräch mit seinen zwei Oldtimern erschienen. Sein BMW 501 ist 54 Jahre alt, das BMW 327 Cabrio bereits 69. Als Besitzer kommt für ihn mit Pflege und Instandhaltung viel Arbeit auf ihn zu.

Der Bad Friedrichshaller denkt dennoch nicht daran, sich von seinen kostbaren Oldtimern zu trennen. „So was verkauft man nicht, solche Autos pflegt man wie eine schöne Frau“, meint er schmunzelnd. Am Samstag, 8. Juli wird er an der Drei-Flüsse-Oldtimerausfahrt teilnehmen. Zum zweiten Mal findet im Rahmen des Kilianimarkt zusätzlich ein Teilemarkt und Oldtimertreffen statt.

Neu auf dem Fest ist das Kilianikino in der Aula der Otto-Kleinert-Realschule, in der verschiedene Filme für alle Altersklassen gezeigt werden. „Es gibt ein Kino, um das kulturelle Angebot für alle zu vergrößern“, erzählt Roswitha Denz vom Kulturamt Bad Friedrichshall.

Für die kleinen Besucher gibt es ein spezielles Kinderprogramm auf der Spielstraße bei der Glück-Auf-Halle. Fußballfans sollen am Wochenende des Finales dank Großleinwand auf ihre Kosten kommen.

„Wir haben alles ein bisschen runder und schöner gemacht“, verspricht Hauptamtsleiter Martin Buchwald. Laut Marktleiter Michael Kuttruff haben die Veranstalter die Kosten innerhalb der vergangenen drei Jahre erheblich gesenkt. So kann gewährleistet werden, dass der Kilianimarkt eine feste Institution der Gemeinde bleibt.

Quelle: Stimme.de

Spiel, Spaß, Action beim Freibadfest

Mittwoch, den 14. Juni 2006

Der Freibadförderverein Kirchhausen macht am kommenden Samstag, 17. Juni, sein erstes Freibadfest. Es beginnt um 13 Uhr mit einem bunten Programm. Für die Kinder sind eine Hüpfburg und das Spielmobil aufgebaut, es gibt eine Ballon- und Gesangsshow, Aktivitäten im Wasser und zur späten Stunden eine Vorführung vom „König de Löwen“ mit der Gruppe Let’s Dance. Für Musik sorgt die Gruppe Bad Taste, Andy legt Platten auf. Um 15 Uhr wird das neue Sonnensegel am Kinderbecken eingeweiht. Für Bewirtung ist gesorgt.

Quelle: Stimme.de